Dominikanische Republik
Ein tropisches Paradies

Die Dominikanische Republik ist ein karibisches Land mit traumhaften Stränden an mehr als 1.200 km Küste. Es bietet eine reiche koloniale Geschichte und eine vielfältige Kultur. Die Einflüsse der afrikanischen, spanischen und indischen Kulturen sind überall zu spüren. Berge, tropische Regenwälder und beeindruckende Wasserfälle sind zu besuchen.
Impfvorschriften
Impfvorschriften bei Einreise
Gelbfieber
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben. Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem Gelbfieber-Endemiegebiet wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
Die Impfvorschrift gilt auch bei Einreise aus einem Land mit Gelbfieber-Risiko, das nur im Transit besucht wurde, wenn die Aufenthaltszeit auf dem Flughafen mehr als 12 Stunden betrug. Abweichend von der offiziellen Bestimmung kann der Impfnachweis auch bei kürzerem Transit-Aufenthalt verlangt werden.
Gilt nur für die Einreise aus folgenden Bundesstaaten: Mina Gerais, Espirito Santo, Sao Paulo und Rio de Janeiro.
Gemäß den geänderten International Health Regulations der WHO (am 11. Juli 2016 in Kraft getreten) ist die Gelbfieber-Impfbescheinigung nach einmaliger Impfung lebenslang gültig.
Über die Anerkennung ärztlicher Bescheinigungen zu Befreiung von der Gelbfieber-Impfung ("exemption certificate", "waiver") liegen aktuell keine zuverlässigen Informationen vor.
Endemiegebiete: BrasilienGelbfieber
Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann bei der Einreise aus (gesamt) Brasilien, Kolumbien und Venezuela eine gültige Gelbfieberimpfung verlangt werden.
Endemiegebiete: Brasilien · Kolumbien · Venezuela
Infektionsrisiken und Impfempfehlungen
Ergebnisse für:
Empfohlene Impfungen für Deine Reise
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen.
Cholera
Die Cholera ist eine schwere Darmerkrankung, die über Nahrungsmittel oder Trinkwasser übertragen wird. Je nach Alter sind zwei oder drei Impfdosen nötig, um einen Impfschutz aufzubauen. Dennoch ist eine konsequente Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene erforderlich.
Dengue-Fieber
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine Virusinfektion der Leber. Die Impfung für die bevorstehende Reise kann mit einer Dosis erfolgen. Etwa zwei Wochen nach der ersten Impfdosis sollte eine Schutzwirkung einsetzen. Für einen langfristigen Impfschutz von voraussichtlich 25 - 40 Jahre wird eine zweite Impfdosis nach 6 bis 12 Monaten erforderlich.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber. Es sind meist drei Impfdosen notwendig, damit ein ausreichender Impfschutz besteht, der schätzungsweise zehn Jahre anhält. Ein Schnellimpfschema ist ebenfalls verfügbar.
Meningokokken-Meningitis (Serogruppen ACWY)
Bei Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y handelt es sich um Bakterien, die zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung führen können. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen genügt bereits eine Impfdosis , um einen Schutz aufzubauen.
Tollwut
Tollwut wird von Viren hervorgerufen, die sich über die Bisse von Tieren auf den Menschen übertragen und verläuft fast ausnahmslos tödlich. In der Regel sollte ein Impfschutz nach drei Impfdosen bestehen. Bei Kontakt mit eventuell tollwütigen Tieren muss trotzdem immer eine Ärztin oder ein Arzt kontaktiert werden.
Typhus
Menschen nehmen Typhusbakterien über verunreinigte Nahrung und Trinkwasser auf. Es stehen eine Injektionsimpfung mit einer Dosis oder eine Schluckimpfung, bei der drei Impfdosen benötigt werden, zur Verfügung.
Weitere Infektionsrisiken an Deinem Reiseziel
Chikungunya
Diese Virusinfektion kam ursprünglich nur in Afrika und Asien vor. Ausgehend von importierten Infektionen auf der Insel Martinique hat sich die Erkrankung seit Ende 2013 in weiten Teilen der Karibik, in Mittel- und Südamerika und in Florida verbreitet. Auch in Europa gibt es vereinzelt Ausbrüche. Mücken übertragen die Viren.
Beim typischen Verlauf tritt 3-7 Tage nach dem Mückenstich plötzlich hohes Fieber mit Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, und vor allem sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen auf. Daher hat die Krankheit ihren Namen. Chikungunya heißt in Tansania "sich zusammenkrümmen". Nach einer Besserung für 2-3 Tage kann das Fieber in einem Teil der Fälle erneut ansteigen und zusätzlich eine Hautrötung auftreten. Die Gelenkbeschwerden halten oft monatelang an. Die Diagnose erfolgt über den Antikörpernachweis im Blut oder den Erregernachweis.
Schutz: Geschlossene Kleidung, Repellentien in Endemiegebieten.
Oropouche-Fieber
Das Oropouchevirus ist in der Amazonas-Region Brasiliens und Perus, in Ecuador, Panama sowie der südlichen Karibik weit verbreitet. Es wird durch kleine, überwiegend dämmerungsaktive Mücken (Gnitzen) auf den Menschen übertragen. Da die Überträgermücken in Sümpfen oder überschwemmten Gebieten brüten, kommt es während oder nach der Regenzeit immer wieder zu Ausbrüchen mit mehreren tausend Erkrankungen. Die Inkubationszeit beträgt 4-8 Tage. Das Krankheitsbild ist grippeähnlich: Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. In der Regel heilt die Erkrankung nach 7 Tagen folgenlos aus.
Schutz: Schutz vor Überträgermücken.
Schistosomiasis
Die Schistosomiasis wird durch Saugwürmer (Schistosomen) verursacht und ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet. Diese Parasiten leben in den Gefäßen des Darmes (in Afrika auch in den Gefäßen der Blase) des Menschen und produzieren dort große Massen von Eiern, die mit dem Stuhl (oder dem Urin) ausgeschieden werden. Wenn die Eier in Süßwasser gelangen, schlüpfen die Larven aus und können sich dann in ganz bestimmten Wasserschnecken weiterentwickeln. Am Ende dieses Entwicklungsstadiums in den Schnecken entsteht eine "Zerkarie", die frei an der Wasseroberfläche herumschwimmt. Bekommt nun ein Mensch Kontakt mit zerkarienhaltigem Wasser, durchbohren die Zerkarien die intakte Haut und wandern im Körper über die Leberpforte in die Gefäße von Darm oder Blase. Die erwachsenen Würmer können dort 10 bis 15 Jahre leben und scheiden täglich zwischen 100 und 2.000 Eier aus. Wenn diese Eier wieder ins Wasser gelangen und die passenden Wasserschnecken vorhanden sind, beginnt der Kreislauf von Neuem.
Bei der urogenitalen Schistosomiasis (Blasenbilharziose) sind die typischen Krankheits-Symptome zunächst blutiger Urin, bei der intestinalen Schistosomiasis (Darmbilharziose) Blut im Stuhl oder auch Durchfall. Besteht die Krankheit länger, kommt es zu schweren Störungen der Leber- oder der Blasenfunktion. Bei Erstkontakt mit Zerkarien entsteht oft eine allergische Hautreaktion und Fieber (Katayama-Fieber).
Die Diagnose wird durch Einachweis in Stuhl oder Urin gestellt. Ein Nachweis von Antikörpern im Blut einige Monate nach der Infektion ist ebenfalls möglich.
Schutz: Meiden von Süßwasserkontakt in Endemiegebieten.
Zika-Virus
Das Zika-Virus gehört zu derselben Familie wie das Gelbfieber- und das Dengue-Virus. Zika-Virus-Infektionen verlaufen jedoch vergleichsweise mild. Charakteristisch ist das Auftreten eines knotig-fleckigen Hautausschlages, begleitet von Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie einer Bindehautentzündung. Die Symptome halten meist 2-7 Tage an.
Die Diagnose wird über den Nachweis entsprechender Antikörper im Blut oder den Nachweis des Virusgenoms gestellt.
Bis vor kurzem kam das Zika-Virus vor allem auf den südpazifischen Inseln, in weiten Teilen Asiens sowie einigen Ländern Afrikas vor. Im Frühjahr 2015 wurden erste Infektionen aus Brasilien gemeldet, in der Folge fand eine rapide Verbreitung in Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik statt. Auch aus südlichen Bundesstaaten der USA wurden Infektionen gemeldet. Es konnte ein Zusammenhang zwischen Zika-Ausbrüchen in Frz. Polynesien und Brasilien und einem vermehrten Auftreten von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen nachgewiesen werden. Auch besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Zika-Virus-Erkrankungen und einer Zunahme an Fällen des Guillain-Barré-Syndroms, einer neurologischen Erkrankung.
Die Übertragung des Erregers auf den Menschen geschieht primär durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht, wichtigste Schutzmaßnahme ist daher die Vermeidung von Mückenstichen. Weiterhin ist eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr möglich.
Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch, also bei möglicherweise bestehender Schwangerschaft, wird von Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete abgeraten. Reiserückkehrer*innen aus betroffenen Gebieten, bei denen in den folgenden Wochen Zika-typische Symptome auftreten, sollten eine*n Arzt*Ärztin aufsuchen und auf die Reise hinweisen.
Schutz: Geschlossene Kleidung, Repellentien in Endemiegebieten.
Malaria
Beschreibung
Die Malaria wird durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch bestimmte Stechmücken (Anophelen) übertragen. Leitsymptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen.
Die gefährlichste Form der Malaria, die Malaria tropica hat eine Inkubationszeit von mindestens 7 Tagen, sie kann aber auch deutlich länger sein. Diese Form kann rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Behandelt heilt sie in der Regel aus.
Die anderen Formen der Malaria haben längere Inkubationszeiten. Spätere Rückfälle kommen bei der Malaria tertiana vor, wenn sie nicht entsprechend behandelt wird.
Die Diagnose wird während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut gesichert, nachträglich kann sie noch durch spezielle Antikörperuntersuchungen geführt werden.
Schutz: Mückenschutz in der Dämmerung und Nachts. Helle, geschlossene Kleidung, Moskitonetz, Repellentien, evtl. Chemoprophylaxe.
Vorbeugung
Ergänzend zum Mückenschutz ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur Notfallselbsttherapie zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Medikation fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle. Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Risiko
geringes Risiko herdförmig im Tiefland der westlichen Provinzen sowie in den Feuchtbiotopen im Hinterland der Provinz La Altagracia im Osten, es gab wiederholt kleine Ausbrüche in Punta Cana und Santo Domingo
sehr geringes Risiko im Stadtgebiet von Santo Domingo
sehr geringes bzw. kein Risiko in Höhenlagen sowie in den Touristenressorts an der Küste
Kostenübernahme
Erfahre hier, ob Deine Krankenkasse die Kosten für Reiseschutzimpfungen und Malariamedikamente übernimmt.
Aktuelle Meldungen
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Darminfektionen
Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Die Dominikanische Republik gehört zu den Urlaubsländern mit den höchsten Fallzahlen für Reisediarrhöen. Seit Oktober 2022 wurden ca. 110 Cholera-Infektionen gemeldet. Ein Mensch ist verstorben. Die Mehrzahl wurde in der Hauptstadt Santo Domingo registriert. Hygiene beachten, evtl. Impfung erwägen. - ©Daniel Ernst/stock.adobe.com©Daniel Ernst/stock.adobe.com
Einreisebestimmungen
Die Dominikanische Regierung hat die Grenze zu Haiti seit dem 15. September 2023 bis auf Weiteres vollständig abgeriegelt. Zurzeit sind weder Reisen auf dem Land-, Luft- noch Seeweg zwischen beiden Ländern möglich (www.auswaertiges-amt.de). - ©Piman Khrutmuang/stock.adobe.com©Piman Khrutmuang/stock.adobe.com
Malaria
Bis Ende Januar dieses Jahres wurden 1.190 Erkrankungen gemeldet. Im letzten Jahr wurden ca. 1.035 Infektionen bestätigt, im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Fallzahlen etwa verdreifacht. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein. - ©Piman Khrutmuang/stock.adobe.com©Piman Khrutmuang/stock.adobe.com
Dengue
Seit Beginn dieses Jahres wurden ca. 370 Verdachtsfälle registriert. Im letzten Jahr wurden ca. 10.250 Erkrankungen registriert. 12 Menschen sind verstorben. 2023 wurden ca. 27.970 Verdachtsfälle registriert. 62 Menschen sind verstorben. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
Impf- und Beratungsstellen
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Allgemeine Hinweise
Klima

Reiseapotheke

- Verbandsmaterial (sterile Mullbinden, Watte, Wund-, Heftpflaster)
- Elastische Binden (8 und 10 cm), Mitella, Sicherheitsnadeln
- Fieberthermometer, Schere, Pinzette, Zeckenzange, OP-Handschuhe
- Zur äußeren Anwendung: Wund-Desinfektionsmittel, Corticosteroid-Creme, Antihistamin-Salbe (Insektenstiche), Anti-Pilzmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, einfache Augen- und Ohrentropfen
- Zur inneren Anwendung: Fieber-, Schmerz-, Schlaf/Beruhigungsmittel, Durchfallmittel, ggf. Malariamittel
Hygiene

- Wasser nur in abgekochter Form (z.B. Tee, Kaffee) oder konfektionierte Getränke aus Original-Behältern (Flaschen, Dosen) trinken.
- Eiswürfel nur aus abgekochtem Wasser verwenden.
- Speisen nur frisch zubereitet, ausreichend erhitzt und durchgegart (gekocht, gebraten, gegrillt - besonders Fleisch, Fisch, Schalentiere) essen, nie roh und nicht, wenn sie länger als 2 Stunden ungekühlt aufbewahrt wurden.
- Obst und rohes Gemüse, das nicht geschält oder mit sauberem Wasser gut gewaschen werden kann, insbesondere rohe Salate, sind zu meiden.
- Milch und Eier in roher Form (z.B. in Speiseeis, Cremes, Frischkäse, Mayonnaise) sind zu meiden.