Ein Land voller Facettenreichtum
Pakistan ist ein Land in Südasien und mit über 220 Millionen Einwohnern das fünftbevölkerungsreichste Land der Welt. Pakistan hat eine reiche Geschichte, die bis in die antike Indus-Zivilisation zurückreicht. Das Land ist auch für seine beeindruckenden Landschaften bekannt, wie das Hochgebirge des Karakorums, die wüstenartige Region Thar und die Ebenen des Punjab.
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Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben. Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem Gelbfieber-Endemiegebiet wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
Die Impfvorschrift gilt auch bei Einreise aus einem Land mit Gelbfieber-Risiko, das nur im Transit besucht wurde, wenn die Aufenthaltszeit auf dem Flughafen mehr als 12 Stunden betrug. Abweichend von der offiziellen Bestimmung kann der Impfnachweis auch bei kürzerem Transit-Aufenthalt verlangt werden.
Gemäß den geänderten International Health Regulations der WHO (am 11. Juli 2016 in Kraft getreten) ist die Gelbfieber-Impfbescheinigung nach einmaliger Impfung lebenslang gültig. Es ist möglich, dass abweichend von der offiziellen Regelung bei Einreise ein Impfnachweis verlangt wird, der nicht älter als 10 Jahre ist.
Ärztliche Bescheinigungen zu Befreiung von der Gelbfieber-Impfung ("exemption certificate", "waiver") werden bei der Einreise nicht anerkannt.
Entsprechend Vorgaben der WHO müssen Einheimische und alle Reisenden, die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben, bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen. Die Impfung muss zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein.
Die Malaria wird durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch bestimmte Stechmücken (Anophelen) übertragen. Leitsymptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen.
Die gefährlichste Form der Malaria, die Malaria tropica hat eine Inkubationszeit von mindestens 7 Tagen, sie kann aber auch deutlich länger sein. Diese Form kann rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Behandelt heilt sie in der Regel aus.
Die anderen Formen der Malaria haben längere Inkubationszeiten. Spätere Rückfälle kommen bei der Malaria tertiana vor, wenn sie nicht entsprechend behandelt wird.
Die Diagnose wird während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut gesichert, nachträglich kann sie noch durch spezielle Antikörperuntersuchungen geführt werden.
Schutz: Mückenschutz in der Dämmerung und Nachts. Helle, geschlossene Kleidung, Moskitonetz, Repellentien, evtl. Chemoprophylaxe.
Ergänzend zum Mückenschutz ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur Notfallselbsttherapie zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Medikation fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle. Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
mittleres Risiko Gebiete unterhalb 2000 m im Grenzgebiet zum Iran und zu Afghanistan und im S
geringes Risiko in den anderen Landesteilen, auch in den Städten
Ergebnisse für:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen.
Chikungunya ist eine grippeähnliche, fieberhafte Erkrankung, die in Einzelfällen auch einen schweren Verlauf nehmen kann. Die Übertragung erfolgt durch vorwiegend tagaktive Stechmücken. Zum Aufbau eines Impfschutzes ist eine Impfdosis erforderlich. Ergänzend sollte immer auch auf einen guten Mückenschutz geachtet werden.
Die Cholera ist eine schwere Darmerkrankung, die über Nahrungsmittel oder Trinkwasser übertragen wird. Je nach Alter sind zwei oder drei Impfdosen nötig, um einen Impfschutz aufzubauen. Dennoch ist eine konsequente Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene erforderlich.
Das Dengue-Fieber ist eine grippeähnliche, fieberhafte Erkrankung, die in Einzelfällen auch einen schweren Verlauf nehmen kann. Die Übertragung erfolgt durch vorwiegend tagaktive Stechmücken. Zum Aufbau eines Impfschutzes sind zwei Impfdosen erforderlich. Ergänzend sollte immer auch auf einen guten Mückenschutz geachtet werden.
Hepatitis A ist eine Virusinfektion der Leber. Die Impfung für die bevorstehende Reise kann mit einer Dosis erfolgen. Etwa zwei Wochen nach der ersten Impfdosis sollte eine Schutzwirkung einsetzen. Für einen langfristigen Impfschutz von voraussichtlich 25 - 40 Jahre wird eine zweite Impfdosis nach 6 bis 12 Monaten erforderlich.
Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber. Es sind meist drei Impfdosen notwendig, damit ein ausreichender Impfschutz besteht, der wahrscheinlich lebenslang anhält. Ein Schnellimpfschema ist ebenfalls verfügbar.
Die von nachtaktiven Stechmücken übertragene Erkrankung Japanische Enzephalitis kann zu einer schweren Hirnhaut- und Gehirnentzündung führen. Die Impfung besteht in der Regel aus zwei Impfdosen . Ein ausreichender Impfschutz kann erst ca. eine Woche nach der zweiten Dosis erzielt werden. Bei weiterhin bestehendem Infektionsrisiko bietet eine dritte Dosis langfristigen Schutz.
Bei Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y handelt es sich um Bakterien, die zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung führen können. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen genügt bereits eine Impfdosis , um einen Schutz aufzubauen.
Poliomyelitis kann in Entwicklungsländern noch vorkommen und verbreitet sich hauptsächlich fäkal-oral. Ein vollständiger Schutz für 10 Jahre besteht bei drei Impfdosen in verschiedenen Abständen.
Tollwut wird von Viren hervorgerufen, die sich über die Bisse von Tieren auf den Menschen übertragen und verläuft fast ausnahmslos tödlich. In der Regel sollte ein Impfschutz nach drei Impfdosen bestehen. Bei Kontakt mit eventuell tollwütigen Tieren muss trotzdem immer eine Ärztin oder ein Arzt kontaktiert werden.
Menschen nehmen Typhusbakterien über verunreinigte Nahrung und Trinkwasser auf. Es stehen eine Injektionsimpfung mit einer Dosis oder eine Schluckimpfung, bei der drei Impfdosen benötigt werden, zur Verfügung.
Eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus kann zu einer akuten Leberinfektion führen. Betroffen sind insbesondere Asien, Zentral-, und Südamerika und der nördliche Teil Afrikas. Ihr gelegentliches Auftreten in Europa und Nordamerika ist wahrscheinlich auf Einschleppung aus diesen Ländern zurückzuführen. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Wochen. Während die Infektion in der Regel mild verläuft, stellt sie eine große Gefahr für Schwangere dar. Bis zu 20% der schwangeren Frauen versterben bei einer Erkrankung an Hepatitis E. Die Übertragung erfolgt durch kontaminierte Nahrung und Wasser.
Die Diagnose wird über den Antikörpernachweis im Blut gestellt, das Virus kann auch direkt nachgewiesen werden.
Schutz: Nahrungsmittelhygiene.
Es handelt sich um eine akute, oft grippeähnliche Erkrankung in den Tropen und Subtropen (Südeuropa, mittlerer Osten, Afrika, Russland, Indien, Indonesien), die seit einigen Jahren auch in Nord-Amerika (USA und Kanada) gehäuft vorkommt. Auch aus Mexiko werden Fälle gemeldet.
Das Virus wird normalerweise von nachtaktiven Mücken von Vögeln wieder auf Vögel übertragen. Sticht eine infizierte Mücke den Menschen, kann auch der Mensch erkranken. 2 bis 14 Tage nach dem Stich kommt es in einem Teil der Fälle zu Fieber und Muskelschmerzen. Später treten Lymphknotenschwellungen hinzu. Etwa ein Drittel der Erkrankten entwickelt an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der später ohne Schuppung abheilt. Eine Hirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen. Die Erkrankung kann vor allem bei älteren Menschen tödlich verlaufen.
Die Diagnose wird durch spezifischen Antikörpertest oder Virusnachweis gestellt.
Schutz: Schutz vor Stechmücken.