Griechenland
Land der antiken Götter

Griechenland hat eine vielfältige Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, zahlreiche archäologische Stätten, wie die Akropolis in Athen und das antike Olympia, die jedes Jahr zahlreiche Touristen anziehen. Genauso Griechenlands Küche! Die griechische Inselwelt mit mehr als 2000 Inseln gehört zu einer der schönsten Inselgruppen der Welt.
Impfvorschriften
Infektionsrisiken und Impfempfehlungen
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Empfohlene Impfungen für Deine Reise
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen.
FSME
Bei FSME handelt es sich um eine von Zecken übertragene Erkrankung, die eine Hirnhaut- und/oder Gehirnentzündung auslösen kann. Für einen langfristigen Impfschutz benötigen Erwachsene drei Impfdosen .
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine Virusinfektion der Leber. Die Impfung für die bevorstehende Reise kann mit einer Dosis erfolgen. Etwa zwei Wochen nach der ersten Impfdosis sollte eine Schutzwirkung einsetzen. Für einen langfristigen Impfschutz von voraussichtlich 25 - 40 Jahre wird eine zweite Impfdosis nach 6 bis 12 Monaten erforderlich.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber. Es sind meist drei Impfdosen notwendig, damit ein ausreichender Impfschutz besteht, der schätzungsweise zehn Jahre anhält. Ein Schnellimpfschema ist ebenfalls verfügbar.
Meningokokken-Meningitis (Serogruppe B)
Bei Meningokokken der Serogruppe B handelt es sich um Bakterien, die zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung führen können. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Je nach Alter des Geimpften werden mindestens zwei Impfdosen benötigt.
Meningokokken-Meningitis (Serogruppen ACWY)
Bei Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y handelt es sich um Bakterien, die zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung führen können. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen genügt bereits eine Impfdosis , um einen Schutz aufzubauen.
Tollwut
Tollwut wird von Viren hervorgerufen, die sich über die Bisse von Tieren auf den Menschen übertragen und verläuft fast ausnahmslos tödlich. In der Regel sollte ein Impfschutz nach drei Impfdosen bestehen. Bei Kontakt mit eventuell tollwütigen Tieren muss trotzdem immer eine Ärztin oder ein Arzt kontaktiert werden.
Weitere Infektionsrisiken an Deinem Reiseziel
Borreliose
Die Borreliose ist eine durch Zeckenstich übertragene, weltweit vorkommende Erkrankung (vorwiegend nördliche Hemisphäre). Die Inkubationszeit ist sehr variabel und die Symptomatik außerordentlich vielgestaltig. Man teilt die Erkrankung in 3 Stadien ein:
- Im ersten Stadium können grippale Symptome und eine sich zunächst flächenhaft, später ringförmig ausbreitende rötliche Hautveränderung um die Stichstelle herum auftreten ("Erythema migrans" = Wanderröte). Oft heilt dieses Stadium folgenlos ab.
- Es kann aber auch in das 2. Stadium übergehen, welches häufig durch Nervenentzündung mit Lähmungen und brennenden Schmerzen gekennzeichnet ist. Kinder erkranken vorwiegend an einer Hirnhautentzündung, die bei Erwachsenen in Europa seltener auftritt. Teilweise kommt es zu Herzentzündungen und rötlich-blauen Knötchen auf der Haut (Borrelien-Lymphozytom).
- Im 3. Stadium können Monate bis Jahre nach der Infektion schubweise oder chronisch verlaufende Gelenkentzündungen folgen. Auch eine bläuliche Pergamenthaut und seltener fortschreitende Veränderungen des Zentralnervensystems mit Lähmungen können Zeichen dieses Stadiums sein.
Das Infektionsrisiko steigt mit der Stichdauer der Zecke.
Schutz: Repellentien, geschlossene Kleidung, bei Zeckenstich Zecken so bald wie möglich und ohne Quetschen entfernen.
West-Nil-Fieber
Es handelt sich um eine akute, oft grippeähnliche Erkrankung in den Tropen und Subtropen (Südeuropa, mittlerer Osten, Afrika, Russland, Indien, Indonesien), die seit einigen Jahren auch in Nord-Amerika (USA und Kanada) gehäuft vorkommt. Auch aus Mexiko werden Fälle gemeldet.
Das Virus wird normalerweise von nachtaktiven Mücken von Vögeln wieder auf Vögel übertragen. Sticht eine infizierte Mücke den Menschen, kann auch der Mensch erkranken. 2 bis 14 Tage nach dem Stich kommt es in einem Teil der Fälle zu Fieber und Muskelschmerzen. Später treten Lymphknotenschwellungen hinzu. Etwa ein Drittel der Erkrankten entwickelt an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der später ohne Schuppung abheilt. Eine Hirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen. Die Erkrankung kann vor allem bei älteren Menschen tödlich verlaufen.
Die Diagnose wird durch spezifischen Antikörpertest oder Virusnachweis gestellt.
Schutz: Schutz vor Stechmücken.
Malaria
Beschreibung
Die Malaria wird durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch bestimmte Stechmücken (Anophelen) übertragen. Leitsymptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen.
Die gefährlichste Form der Malaria, die Malaria tropica hat eine Inkubationszeit von mindestens 7 Tagen, sie kann aber auch deutlich länger sein. Diese Form kann rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Behandelt heilt sie in der Regel aus.
Die anderen Formen der Malaria haben längere Inkubationszeiten. Spätere Rückfälle kommen bei der Malaria tertiana vor, wenn sie nicht entsprechend behandelt wird.
Die Diagnose wird während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut gesichert, nachträglich kann sie noch durch spezielle Antikörperuntersuchungen geführt werden.
Schutz: Mückenschutz in der Dämmerung und Nachts. Helle, geschlossene Kleidung, Moskitonetz, Repellentien, evtl. Chemoprophylaxe.
Risiko
Erstmals seit 2013 wurden zwischen Ende Juni und Mitte August 2016 wieder 4 autochthone Infektionen mit P. vivax gemeldet, je 2 in der Region Peloponnes (SW) und im Bezirk Thessaloniki in Zentralmakedonien (N). Griechenland war 1974 für malariafrei erklärt worden. Im Sommer 2011 wurden insgesamt 61 Fälle von Malaria tertiana im Land registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne vorherige Reiseanamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in der Region Evrotas im Süden der Peloponnes auf, Einzelfälle aber auch in Attiki, Evoia, Viotia und Larissa. Im Sommer 2012 kam es erneut zu 47 Fällen von Malaria tertiana in derselben Gegend, 2013 waren es nur noch 3. Nach einer kurzen Pause wurden 2016 erneut 4 Fälle von lokaler Übertragung gemeldet. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe sollte beachtet werden. Darüber hinausgehende Vorbeugungsmaßnahmen sind nicht indiziert. Bei unklaren Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommermonate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.
Kostenübernahme
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Aktuelle Meldungen
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Allgemeine Hinweise
Klima

Reiseapotheke

- Verbandsmaterial (sterile Mullbinden, Watte, Wund-, Heftpflaster)
- Elastische Binden (8 und 10 cm), Mitella, Sicherheitsnadeln
- Fieberthermometer, Schere, Pinzette, Zeckenzange, OP-Handschuhe
- Zur äußeren Anwendung: Wund-Desinfektionsmittel, Corticosteroid-Creme, Antihistamin-Salbe (Insektenstiche), Anti-Pilzmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, einfache Augen- und Ohrentropfen
- Zur inneren Anwendung: Fieber-, Schmerz-, Schlaf/Beruhigungsmittel, Durchfallmittel, ggf. Malariamittel
Hygiene

- Wasser nur in abgekochter Form (z.B. Tee, Kaffee) oder konfektionierte Getränke aus Original-Behältern (Flaschen, Dosen) trinken.
- Eiswürfel nur aus abgekochtem Wasser verwenden.
- Speisen nur frisch zubereitet, ausreichend erhitzt und durchgegart (gekocht, gebraten, gegrillt - besonders Fleisch, Fisch, Schalentiere) essen, nie roh und nicht, wenn sie länger als 2 Stunden ungekühlt aufbewahrt wurden.
- Obst und rohes Gemüse, das nicht geschält oder mit sauberem Wasser gut gewaschen werden kann, insbesondere rohe Salate, sind zu meiden.
- Milch und Eier in roher Form (z.B. in Speiseeis, Cremes, Frischkäse, Mayonnaise) sind zu meiden.